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Infobrief zum S-Bahnhof vom 06.09.2019

Auszug aus der MAZ Online vom 03.09.2019


Pannenbaustelle Bahnhof: Wird der Tunnel jemals fertig?

Auf der Baustelle am S-Bahnhof Eichwalde jagt eine Panne die nächste. In der Gemeinde schwindet die Hoffnung, dass die neue Unterführung in diesem Jahr doch noch fertig wird. Seit einem Jahr in Verzug: die Bauarbeiten für den neuen Personentunnel am Bahnhof Eichwalde. Erst gab es Probleme mit dem Grundwasser, dann beim Stabilisieren des Bauuntergrunds: Auf der von Pannen geplagten Dauerbaustelle am S-Bahnhof Eichwalde geht es einfach nicht voran. „Die Bahn ist nicht in der Lage, uns einen aktuellen Bauzeitplan zu benennen“, sagte Eichwaldes Bürgermeister Jörg Jenoch (WIE). Erst Ende Juni hatte die Deutsche Bahn einen neuen Zeitplan für den Bau der neuen Personenunterführung vorgestellt. Nach dem monatelangen Stillstand auf der Baustelle immerhin ein kleiner Lichtblick für die S-Bahn-Gemeinde. Doch seitdem sind die Arbeiten erneut ins Stocken geraten.

Arbeiten sollten bis November abgeschlossen sein

Zuletzt hatte die Bahn versprochen, dass es Ende Juli mit den Bauarbeiten für den Personentunnel losgehen sollte. Die neue Unterführung sollte ursprünglich längst fertig sein. Jetzt hat die Bahn den Termin erneut verschoben – auf den 19. September. Ob es dann endlich weitergeht, ist unklar. Die Bahn war am Dienstag kurzfristig nicht zu einer Stellungnahme bereit. In der Verwaltung schüttelt man angesichts solcher Zusagen ohnehin bloß noch den Kopf. „Wir rechnen nicht vor April 2020 mit der Eröffnung des neuen Personentunnels“, sagte Jenoch. Eigentlich sollten die Arbeiten bis November 2019 abgeschlossen sein. Was wurde aus der Wiedergutmachung der Bahn? Bei einem Vor-Ort-Termin mit Bürgern hatte der DB-Bevollmächtigte Joachim Trettin im Juli als Wiedergutmachung eine finanzielle Beteiligung der Bahn für den von der Gemeinde organisierten Bustransfer in Aussicht gestellt. Die Rede war von 5000 Euro. Mit dem Zuschuss sollte gewährleistet werden, dass der Bus während der Bauzeit künftig noch an einem weiteren Wochentag fahren kann. Umgesetzt wurde das bislang nicht. Zweimal in der Woche bringt der Shuttle vor allem mobil eingeschränkte Menschen von der einen auf die andere Seite im Ort.
Die Situation ist unerträglich

„Seit der Zusage der Finanzierungshilfe durch die Bahn sind inzwischen schon mehr als zwei Monate vergangen. Wir möchten nicht noch mehr Zeit verlieren. Die Situation ist für viele Menschen unerträglich“, kritisieren Harald Gebauer vom Gewerbeverband, Dorothea Schulze und Andrea Lübcke (beide Grüne) in einem Brief an die MAZ. „Der Shuttle soll, wie geplant, an einem dritten oder vierten Tag in der Woche zwischen beiden Ortsseiten verkehren“, versicherte Bürgermeister Jenoch. Wann es soweit ist, hänge jedoch vom Terminplan auf der Baustelle ab. Die Bahn hatte angekündigt, dass der Bahnhof während des Tunnelbaus zeitweise nur noch von der östlichen Seite in der August-Bebel-Allee zugänglich ist. In dieser Bauphase könnte der Bus für sechs bis acht Wochen an zusätzlichen Tagen fahren, teilte Jenoch mit und ergänzte: „Wir haben ausgerechnet, dass der Bus mit der Förderung durch die Bahn an 23 Tagen zusätzlich fahren kann.“

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